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Nachwuchsbedarf

Die Höhe des Nachwuchsbedarfs unterliegt langjährigen Schwankungen. So endete Mitte der 1990er Jahre eine Phase relativ hohen Nachwuchsbedarfs, durch den relativ abrupt einbrechenden Schiffsverkehr. In einigen Revieren wurden dann erstmals nach der Jahrtausendwende wieder Seelotsanwärter zugelassen. Der Bedarf in den Brüderschaften ist bis zur Bankenkrise Ende 2008 ständig angestiegen und ging damit zwar leicht zurück, ist jedoch mittlerweile (2012) wieder als hoch zu bezeichnen.

Besteht in einer Lotsenbrüderschaft Nachwuchsbedarf, so meldet sie diesen bei der zuständigen Aufsichtsbehörde an, die daraufhin das Ausschreibungsverfahren in die Wege leitet. Die Ausschreibung wird in nautischen Publikationen (NfS) und auf den Internetseiten der Außenstellen der GDWS veröffentlicht.

Bewerbungen sind immer an die ausschreibenden Aufsichtsbehörden (Außenstellen Nordwest bzw. Nord der GDWS) zu richten. Die Auswahl erfolgt in Absprache mit der betreffenden Lotsenbrüderschaft.

Neue Wege

Um den Zulauf an geeigneten Bewerbern weiter zu fördern, wurde zuletzt ein neuer Weg für den Zugang zum Seelotsberuf eröffnet. Neben dem traditionellen Weg mit entsprechender Fahrzeit mit einschränkungsfreiem Patent, kann die Fahrzeit nun durch eine Grundausbildung ersetzt werden.

Die Situation in der Seeschifffahrt zeigt jedoch schon seit ein paar Jahren, dass diese beiden traditionellen Zugangsmöglichkeiten in Zukunft nicht ausreichen werden, ausreichend qualifizierten Nachwuchs zu werben.

Die Gründe für den dramatischen Rückgang an qualifizierten Bewerbern liegen im Wandel, den die Seeschifffahrt in den vergangenen 50 Jahren durchgemacht hat: Trotz umfangreicher unterstützender Maßnahmen seitens der Politik, ist es dennoch nicht gelungen, deutsche Seeleute in der Schifffahrt zu halten.

In den 1960er Jahren kamen auf bundesweit 2 offenen Stellen noch rund 1.000 (eintausend!) Bewerber. In den 1980er Jahren waren es noch etwa 300. Heute decken sich Bewerberzahlen und offene Stellen, so dass von einer Auswahl unter qualifizierten Bewerbern keine Rede mehr sein kann.

Die Bundeslotsenkammer arbeitet daher an Änderungsentwürfen zum Seelotsgesetz, um diesem sicherheitsrelevanten Beruf auch in Zukunft ausreichend qualifizierte Bewerber zuzuführen.

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2012 www.bundeslotsenkammer.de