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Nachwuchs der kommenden Jahre

Der klassische Berufszugang beruht auf der Bereitstellung von ausreichend verfügbaren Ausbildungsplätzen an Bord von Seeschiffen. In der Vergangenheit war die Ausbildungs- und Beschäftigungsbereitschaft der Reeder aus verschiedenen Gründen stark schwankend, sodass der Bedarf im Sekundärbereich der maritimen Wirtschaft (Lotswesen, Polizeien des Bundes und der Länder, Notfallzentralen, Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, Bundes- und Landesbehörden usw.) bereits in naher Zukunft nicht gedeckt und damit nicht nachhaltig gesichert werden kann.

Derzeit beträgt die Anzahl der Studienanfänger im Fachbereich Nautik (Grundvoraussetzung für den Lotsenberuf) auf den Hoch- wie Fachhochschulen in Deutschland nicht einmal 40 Personen, während ab dem Jahr 2018 der Bedarf allein an See- und Hafenlotsenanwärtern pro Jahr bei 40 bis 50 liegt. Nachwuchsbedarf 2015-2018

Nicht nur für die Bundeslotsenkammer, sondern für das maritime Cluster insgesamt, ist die Gewinnung von Nachwuchskräften und die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen für den Beruf des Lotsen eine Aufgabe von hohem nationalem Interesse. Nur so können wir das erforderliche Know-how am maritimen Standort Deutschland erhalten.

Wir stehen deshalb gemeinsam vor der Aufgabe, die bisherige klassische Seelotsenausbildung über den Nachweis von Seefahrtzeiten an Bord von Seeschiffen, mit den bereits bewährten und seit 2008 erprobten Modulen der lotsenspezifischen, praxisorientierten Grundausbildung zu verknüpfen.
Dies bedeutet nichts anderes als den klassischen Zugangsweg über den reinen Nachweis von Seefahrtzeit an Bord hin zu einer moderneren und effizienteren Ausbildungsverfahren umzustellen. Dieser neue Weg folgt von Anfang an dem Prinzip der angeleiteten Ausbildung durch erfahrene Seelotsen. Die Seelotsen gewährleisten auch die Qualitätssicherung der Ausbildung.
Das bedeutet grundsätzlich keine Abkehr vom herkömmlichen Weg der Ausbildung!
Die Module der Gesamtausbildung hin zum Bachelor (STCW 95) bleiben erhalten. Die Absolventen haben mit dem nautischen Patent immer die Wahl zwischen Seefahrt und Beschäftigung im Sekundärbereich.
Somit garantieren die deutschen See- und Hafenlotsen mit ihrer Ausbildungsexpertise im nationalen Interesse auch weiterhin ein Höchstmaß an Sicherheit an unseren Küsten.

Eigenständige Ausbildung bedeutet demnach:

Die Vorteile liegen klar auf der Hand:

Dauerhafte Sicherstellung von Nachwuchskräften

Im Ergebnis ist damit die Sicherstellung eines von der Ausbildung wie von der Berufsausübung unabhängigen, qualifizierten deutschen See- und Hafenlotsenwesens auf Dauer gewährleistet.



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